{"id":329,"date":"2017-05-19T13:47:04","date_gmt":"2017-05-19T11:47:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/?page_id=329"},"modified":"2017-05-22T11:42:54","modified_gmt":"2017-05-22T09:42:54","slug":"lokdecoder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/index.php\/selectrix\/sx-anwenderwissen\/lokdecoder\/","title":{"rendered":"Lokdecoder"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter freundlicher inhaltlicher Mitwirkung von <a href=\"http:\/\/www.mtkb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hr. Gunter Wiencirz<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.he-digital.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hr. Peter Engelmann<\/a>. Vielen Dank!<\/p>\n<p>[hr]<\/p>\n<h2>Lokdecodereinbau<\/h2>\n<h3>Lokdecodereinbau 1<\/h3>\n<p>Laien k\u00f6nnen ohne Probleme bei Vorhandensein einer Schnittstelle nach entfernen des Br\u00fcckensteckers f\u00fcr Analogbetrieb (H0 ist 8polig in zwei Reihen, NEM 652) oder der Entst\u00f6rplatine (TT nach NEM 651, 6-polig) den Decoder in die Lok einsetzen. Ist bei \u00e4lteren Loks keine Schnittstelle da, kann man nur empfehlen \u201eH\u00e4nde weg\u201c. Der nicht vorhandene Platz ist in den meisten F\u00e4llen das kleinere Problem. Richtig gemein wird es bei der elektrischen Verschaltung. Oft wird ein interner Masseanschluss am Motor \u00fcbersehen. Wird dann die Lok auf das Gleis gesetzt und Fahrstrom \u201edrauf gegeben\u201c, l\u00f6st sich die Freude in Rauch auf! Empfehlung: Unbedingt den Umbau bei erfahrenen Digatalbahnern oder Fachh\u00e4ndlern durchf\u00fchren lassen und m\u00f6glichst zuschauen. Irgend wann ist es aber doch das \u201eerste Mal\u201c dass man sich ran traut. Deshalb nach dem Einbau die Lok immer erst auf das separate Programmiergleis stellen. Kann die Lok mit dem neu eingebauten Decoder programmiert werden, ist alles richtig gemacht. Dann &#8222;Gute Fahrt&#8220;. Wird &#8222;Error&#8220; angezeigt, so ist entweder die Verkabelung oder Verl\u00f6tung nicht nach Bauanleitung erfolgt und man sollte weiter nach dem &#8222;Fehler&#8220; suchen, oder man hat einen Trix-Decoder 66832 \/ 33 , dann bitte hier weiter unten (Decoderproblem 4) lesen! Erst wenn der Decoder ausgelesen und neu programmiert werden kann sollte zum &#8222;Fahren&#8220; \u00fcbergegangen werden.<\/p>\n<h3>Lokdecodereinbau 2<\/h3>\n<p>Decoder l\u00e4sst sich in H0 Lok programmieren. Beim Fahren leuchtet das Licht nicht. In der Lok den Stecker des Decoders von der Schnittstelle abziehen und um 180\u00b0 gedreht wieder aufstecken.<\/p>\n<h3>Lokdecodereinbau 3<\/h3>\n<p>Decoder l\u00e4sst sich programmieren. Beim Fahren leuchtet das Licht auf der falschen Seite.<\/p>\n<p>Variante 1: Sie haben noch einen \u00e4lteren Decoder ohne Stecker (Trix 66826 \u2013 66832), dann Lichtausg\u00e4nge am Decoder tauschen (uml\u00f6ten).<br \/>\nVariante 2: Sie haben einen DHL (SLX)\u2026. Decoder, dann mit dem Programmierger\u00e4t in die Decoderprogrammierung 2.Ebene gehen (siehe hier weiter unten) und die Werte dazu neu programmieren<\/p>\n<h2>Lokdecoderprobleme<\/h2>\n<h3>Lokdecoderproblem 1<\/h3>\n<p>(\u00e4lteres Problem) Nach Einbau des Decoders f\u00e4hrt die Lok einwandfrei an, hat dann jedoch Aussetzer. Pr\u00fcfen ob die Lok bis Fahrstufe 15 einwandfrei f\u00e4hrt und erst ab Fahrstufe 16 Aussetzer hat. Wenn ja, Decoder tauschen.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 2<\/h3>\n<p>(\u00e4lteres Problem) Nach geraumer Zeit f\u00e4hrt die Lok mit Fahrstufe 1 bis 15 nicht an, sie l\u00e4sst sich jedoch programmieren und auslesen. Ab Fahrstufe 16 bis 31 f\u00e4hrt sie normal, \uf0e0 Decoder tauschen.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 3<\/h3>\n<p>(\u00e4lteres Problem) Decoder zeigt nach Einbau beim Programmieren statt der Werksadresse 1 die Adresse 28 und l\u00e4sst sich nicht umprogrammieren. \uf0e0 Decoder tauschen.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 4<\/h3>\n<p>(\u00e4lteres Problem) Decoder 66832 \/33 lassen sich trotz richtiger Verdrahtung und Einbau nicht programmieren und zeigen immer \u201eERROR\u201c an. Lok mit dem eingebauten Decoder vom Gleis nehmen und um 180\u00b0 gedreht erneut aufsetzen. Wird der Decoder jetzt nur ausgelesen, so wird 15 F-1 angezeigt. Er hat sich somit auf Analogbetrieb verprogrammiert. Jetzt kann die gew\u00fcnschte Programmierung erfolgen!<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 5<\/h3>\n<p>Susi Lokdecoder lassen sich mit eingestecktem Soundmodul nicht programmieren. Dies ist kein Fehler. Susistecker abziehen. Decoder programmieren. Susistecker wieder einstecken. Das Soundmodul kann durch den Decoder hindurch umprogrammiert werden.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 6<\/h3>\n<p>Es reicht nicht aus, den Decoder in einer Schnittstelle gegen den \u201eDummy\u201c zu tauschen. Sehr oft sind zus\u00e4tzliche Drosseln oder Kondensatoren auf der Platine mit dem Schnittstellenstecker. Bei Einsatz von SX-Decodern sind diese Bauteile auszul\u00f6ten. Dabei auf einen geschlossenen Stromkreis achten (z.B. Ausl\u00f6tstelle der Drossel\/Spule mit Draht \u00fcberbr\u00fccken, NICHT die des Kondensators!)<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 7<\/h3>\n<p>(\u00e4lteres Problem) Trix 66830, mit hellbraunen Bauteilen in der schwarzen Vergussmasse mit folgenden Macken: 1. Die Lok l\u00e4uft nach kurzer Zeit nicht mehr. 2. Die Lok l\u00e4uft r\u00fcckw\u00e4rts einwandfrei, vorw\u00e4rts jedoch mit Sekunden Pausen jeweils einige cm, bzw. umgekehrt, die Lok l\u00e4uft nach kurzer Zeit nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit und l\u00e4sst sich nicht mehr ansprechen. Der Fehler entstand durch unerlaubten Bauteiletausch der Herstellerfirma. Bauteil schaltet im Gegensatz zur Normalausf\u00fchrung statt bei 70\u00b0C schon bei 35\u00b0C ab. Decoder darf jedoch bei Belastung bis 70\u00b0C warm werden. -&gt; Decoder tauschen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_332\" class=\"thumbnail wp-caption alignright\" style=\"width: 150px\"><a href=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Lokdecoder-trix-66830.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-332 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Lokdecoder-trix-66830-150x150.jpg\" alt=\"Trix 66830\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Trix 66830<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Lokdecoderproblem 8<\/h3>\n<p>Trix 66826 bis 66831, Drahtenden nicht unmittelbar am Decoder biegen. Sollten die Drahtenden durch verbiegen am Keramikk\u00f6rper brechen, besteht wenig Hoffnung den Decoder weiterhin zu betreiben. Es gibt keine M\u00f6glichkeit an dieser Stelle eine brauchbare L\u00f6tung auszuf\u00fchren. -&gt; Decoder Schrott.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 9<\/h3>\n<p>Schnittstellenstecker Minitrix: Vor dem Einbau eines Decoders zieht man den Dummy aus der Schnittstelle. Dabei verbiegen sich oft die Miniaturdruckfedern. Daher rastet man den schwarzen Halter links und rechts aus der Platine aus, die jetzt unten sichtbaren Kupferfedern werden strammer gebogen, den Halter wieder eingerastet und dann erst der Decoder eingeschoben. Besser bew\u00e4hrt hat sich ein direktes anl\u00f6ten des Decoders mittels Litze. Damit geht man dem Lockern des Decoders bei Betrieb und damit Ausfall direkt aus dem Weg.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 10<\/h3>\n<p>W\u00e4rmeentwicklung: Es kann manchmal sinnvoll sein, den Decoder zwecks besserer W\u00e4rmeableitung direkt auf Metall aufzukleben ohne Doppelklebeband zu benutzen. Auspuff oder Heizk\u00f6rperlack auf der Platinenr\u00fcckseite isoliert die Leiterbahnen des Decoders vor dem Aufkleben mit Sekundenkleber.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 11<\/h3>\n<p>DHL 100 (SLX 830): Bei Einsatz dieser Decoder in H0 Loks sollte eine Schutzdiode SA20CA \u00fcber die Motoranschl\u00fcsse gel\u00f6tet werden. Decoder geht wegen Motorspitzen (EMK) dadurch nicht mehr kaputt. Beachten sollte man trotzdem die Stromaufnahme der Lok unter Last.<\/p>\n<h3>Lokdecoderproblem 12<\/h3>\n<p>Bei Decodern mit Mayerhofer Litzen an den Anschl\u00fcssen kann die Litzenisolierung bei Motoren mit Stromaufnahme \u00fcber 500mA weich werden und scheuert dann schnell zum Kurzschluss. Abhilfe kann nur durch dickere Kabel anl\u00f6ten geschafft werden.<\/p>\n<h2>Lokdecoderprogrammierung allgemein<\/h2>\n<p>Bei Verwendung eines alten Selectrix-Programmers (66841) ist es ratsam, ein separates Programmiergleis zu verwenden. In die Zuleitung l\u00f6tet man einen Widerstand von 47 Ohm f\u00fcr die Programmierung von DHL(SLX) Decodern. Die mittlere Generation von Decodern (Trix 66830 bis 66835) lassen sich trotzdem noch programmieren.<\/p>\n<h3>Lokadressen<\/h3>\n<p>Die Lokadressen sollten zum besseren merken an der Baureihe orientiert werden (Beispiele: BR155 Adr. 55; BR118 Adr. 18; BR44 Adr. 44; BR141 Adr. 41). Hat man mehrere Modelle der gleichen Baureihe, hilft nur ein Merkzettel. Wir haben diesen in der Gr\u00f6\u00dfe DIN A5 in einer Excel-Tabelle mit farblich hinterlegten Zeilen angelegt und in Folie laminiert.<\/p>\n<h3>Geschwindigkeitsstufen<\/h3>\n<p>(erster Zahlenwert nach Lokadresse) Bei der Programmierung der Decoder stehen insgesamt 7 Stufen zur Verf\u00fcgung. Ausgehend von der h\u00f6chsten Stufe l\u00e4sst sich damit prinzipiell die mit Fahrstufe 31 erreichte Geschwindigkeit bei jeder Lok beim Programmieren noch um 6 Stufen reduzieren. Der Unterschied zwischen maximal (7) und minimal (1) einstellbarer H\u00f6chstgeschwindigkeit betr\u00e4gt dabei etwa 40%. Meist stellt man fest, dass Loks bereits bei Stufe 3 bis 5 ihre maximale Modellgeschwindigkeit erreichen. Die Ursache f\u00fcr das unterschiedliche Verhalten liegt in den konstruktionsbedingten Motoreigenschaften. Decoderintern dient die EMK (siehe Motorregelung) eines Motors als Bezugsgr\u00f6\u00dfe zur Einstellung der H\u00f6chstgeschwindigkeit. Der Maximalwert der EMK ist dabei stark abh\u00e4ngig von Bauart und G\u00fcte eines Motors. Praktische Versuche haben folgende Werte ergeben:<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-3\" class=\"tablepress tablepress-id-3\">\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-1\">\n\t<td class=\"column-1\">H0 Loks<\/td><td class=\"column-2\">allgemein<\/td><td class=\"column-3\">Werte zwischen 4 und 6<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">H0 Loks<\/td><td class=\"column-2\">mit Glockenankermotor<\/td><td class=\"column-3\">Wert 7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">TT Loks<\/td><td class=\"column-2\">allgemein<\/td><td class=\"column-3\">Werte zwischen 2 und 4<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">TT Loks<\/td><td class=\"column-2\">mit Glockenankermotor<\/td><td class=\"column-3\">keine Testergebnisse (kam noch nicht vor)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-3 from cache -->\n<h3>Anfahr- und Bremsverhalten<\/h3>\n<p>((Massensimulation) zweiter Zahlenwert nach Lokadresse) Das Einstellen des Anfahr- und Bremsverhaltens simuliert die Masse des Zuges. Die Werte liegen bei den Decodern Trix 66830 bis 66833 im Bereich von 1 bis 5 und bei den neueren Decodern (DHLxxx und SLX8xx) im Bereich von 1 bis 7. Der niedrigere Zahlenwert bedeutet dabei immer der schwere Zug und der h\u00f6here Zahlenwert der leichtere Zug. Praktisch hei\u00dft das, beim Beschleunigen erfolgt der Sprung von einer Fahrstufe zur anderen Fahrstufe bei eingestelltem kleinem Wert in zeitlich gr\u00f6\u00dferem Abstand. Ist der Wert hoch eingestellt (7) erfolgt der Sprung in sehr kurzer Abfolge. Wir haben in Abh\u00e4ngigkeit von der Baureihe und den zu fahrenden Z\u00fcgen Werte von 2 und 3 eingegeben. Diese Werte sind von den vorhandenen Bremsl\u00e4ngen auf der Anlage und der Geschwindigkeit der Lok sowie von einem PC-Steuerprogramm abh\u00e4ngig. Den f\u00fcr sich g\u00fcnstigsten Wert je Lok muss man im praktischen Versuch selbst &#8222;erfahren&#8220;.<\/p>\n<h3>Impulsbreite<\/h3>\n<p>(dritter Zahlenwert nach Lokadresse) Die Einstellung der Impulsbreite hat etwas mit den Motorparametern zu tun. Deshalb h\u00e4ngt die optimale Impulsbreite auch von der Motorkonstruktion ab. Je k\u00fcrzer die Impulse sind, je besser ist der so genannte Rundlauf des Motors. Bei Impulsbetrieb wird der Motor mit jedem Impuls mit Strom versorgt. Je \u00f6fter dies geschieht, je gleichm\u00e4\u00dfiger ist der Rundlauf. Bei l\u00e4ngeren Impulsen wird der Rotor in gr\u00f6\u00dferen Abst\u00e4nden angesto\u00dfen, was zu sichtbaren Drehzahl\u00e4nderungen (stottern) f\u00fchren kann. Die Zugkraft ist bei langen Impulsen besser, der Rundlauf bei kurzen Impulsen.<\/p>\n<p><strong>Erfahrungswerte in H0<\/strong><\/p>\n\n<table id=\"tablepress-6\" class=\"tablepress tablepress-id-6\">\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-1\">\n\t<td class=\"column-1\">Glockenankermotor (Faulhaber)<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">kleiner Motor (Fleischmann BR 628)<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">alle anderen Motoren<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 3<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-6 from cache -->\n<p><strong>Erfahrungswerte in TT<\/strong><\/p>\n\n<table id=\"tablepress-7\" class=\"tablepress tablepress-id-7\">\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-1\">\n\t<td class=\"column-1\">alte BTTB Motoren (8310,8311)<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">neue Tillig Motore (B\u00fchler)<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">Ersatzmotoren Mabuchi FF-180PH<\/td><td class=\"column-2\">Impulsbreite 2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">Glockenankermotor (Faulhaber)<\/td><td class=\"column-2\">keine Erfahrungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-7 from cache -->\n<h3>Bremswegabschnitte<\/h3>\n<p>(ein- oder zweiteilig) Dieser Wert wird bei Trix Ger\u00e4ten entweder mit einem ( &#8211; ) und einem ( = ) zwischen der Lokadresse und den Zusatzwerten auf dem Display angezeigt oder mit den Werten 1 und 2 bei den neueren Ger\u00e4ten von Rautenhaus digital und M\u00dcT. Entscheidend f\u00fcr die Auswahl des Wertes ist der Aufbau der eigenen Anlage. Man sollte sich schon vor dem Aufbau und der Verfeinerung der Gleise \u00fcber die Art und Weise der Steuerung im Klaren sein. Auch ob eventuell ein PC-Programm zum Einsatz kommt. Ist ein einteiliger Bremswegabschnitt in alle Loks programmiert, so kann es vorkommen, dass eine langsam fahrende Lok etwas zu weit weg vor dem \u201eHalt\u201c zeigendem Signal oder dem Bahnsteigende stehen bleibt. Um dieses Manko zu umgehen, wird die M\u00f6glichkeit von zweiteiligen Halteabschnitten genutzt. Die Lok wird im ersten Teil bis auf Fahrstufe drei herunter gebremst und kriecht dann bis in den 2. Abschnitt der unmittelbar vor dem Signal sein sollte. Ein punktgenaues Anhalten am Bahnsteigende ist somit gleichfalls gew\u00e4hrleistet. Nachteil der ganzen Sache: Da im zweiten Abschnitt der Strom total abgeschaltet ist, erlischt auch die Beleuchtung der Lok.<\/p>\n<h3>Decoderprogrammierung 2. Ebene<\/h3>\n<p>Diese M\u00f6glichkeit besteht nur bei DHL\u2026(SLX\u2026) Decodern. Hat man solch einen Decoder in eine Lok gel\u00f6tet und das Problem, dass entweder die Kabel f\u00fcr den Motor oder f\u00fcr das Licht oder f\u00fcr das Gleis vertauscht sind, kann man ohne wieder zu l\u00f6ten den Decoder in der 2. Ebene umprogrammieren, so dass alle Anschl\u00fcsse richtig reagieren! Die Vertauschung der Motor-, Licht-, und Gleisanschl\u00fcsse m\u00fcssen \u00fcber die erweiterten Parameter unter Adresse 0 ge\u00e4ndert werden. Bei Rautenhaus und M\u00dcT Ger\u00e4ten werden diese Parameter direkt mit ausgelesen und k\u00f6nnen somit auch in einem Programmiervorgang bearbeitet werden. Die Grundeinstellungen sind wie folgt:<\/p>\n\n<table id=\"tablepress-8\" class=\"tablepress tablepress-id-8\">\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-1\">\n\t<td class=\"column-1\">Motor invertiert<\/td><td class=\"column-2\">aus<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">Licht invertiert<\/td><td class=\"column-2\">aus<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">Gleis invertiert<\/td><td class=\"column-2\">aus<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">Tr\u00e4gheit nur in HA<\/td><td class=\"column-2\">aus<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\">Regelung<\/td><td class=\"column-2\">3<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-8 from cache -->\n<p>Je nachdem was ge\u00e4ndert werden soll, muss nun hier die betreffende Zeile auf \u201eein\u201c gestellt werden. Weiterhin besteht auch die M\u00f6glichkeit zur Auswahl ob die Tr\u00e4gheit nur in Halteabschnitten oder immer wirksam werden soll. Werte f\u00fcr die Motorregelung kann man auch \u00e4ndern. Bei allen Trix Ger\u00e4ten ist dies nur \u00fcber 4 separate Programmiervorg\u00e4nge m\u00f6glich. Die Einstellvarianten entnimmt man dem Beipackzettel vom Decoder. Nehmen wir an, das Licht leuchtet in die falsche Fahrtrichtung. Zur \u00c4nderung unternimmt man folgende Schritte:<\/p>\n<ol>\n<li>Lokdecoder auslesen. Hierbei unbedingt die Einstellwerte aufschreiben, z.B. 52-443<\/li>\n<li>Adresse &#8222;00&#8220; und alle anderen Parameter auf &#8222;1&#8220; einstellen 00-111, also Lokadresse 00, H\u00f6chstgeschwindigkeit 1, Massensimulation 1, Impulsbreite 1 und 1 Halteabschnitt.Dann Programmieren dr\u00fccken.<br \/>\nJetzt erscheinen die eingestellten Parameter in Adresse &#8222;00&#8220;. Im Auslieferungszustand des Decoders sind das die Werte 00-413<br \/>\nDer Wert 4 (erster Zahlenwert) steht f\u00fcr keine Vertauschung von Anschl\u00fcssen, hier m\u00fcssen Sie eine 6 eingeben um den Lichtanschluss zu tauschen.<br \/>\nDer Wert 1 (zweiter Zahlenwert) steht f\u00fcr Massensimulation immer, wenn Sie diesen in 2 \u00e4ndern wird die decoderinterne eingestellte Massensimulation nur in Bremswegdiodenhalteabschnitten wirksam.<br \/>\nDer Wert 3 (dritter Zahlenwert) ist die Variante der Motorregelung. Hier gibt es 4 Werte die in Verbindung mit dem Wert Impulsbreite der normalen Programmierung in der ersten Ebene 16 Einstellvarianten f\u00fcr die Motoranpassung ergeben.<br \/>\nWichtig! Beim Ver\u00e4ndern der erweiterten Parameter unter Adresse 00 muss jetzt der Wert f\u00fcr die Halteabschnitte auf 2 gesetzt werden, damit Ihre \u00c4nderung \u00fcbernommen wird.<\/li>\n<li>Sie geben jetzt ein: 00=613 und dr\u00fccken die Programmiertaste. Wenn diese Werte dann wieder zur\u00fcck gelesen werden, haben Sie die Lichtanschl\u00fcsse vertauscht.<\/li>\n<li>Damit Sie nun mit der Lokomotive auch wieder auf der alten Adresse fahren k\u00f6nnen, geben Sie nun die alten Einstellwerte des Decoders, die Sie sich aufgeschrieben haben (unser Beispiel 52-443) wieder ein und programmieren nochmals. Werden diese Werte wieder ausgelesen, kann die Lok gefahren werden!<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Zusammenhang von Anfahr- und Bremsverhalten zu Impulsbreite und Regelung<\/h2>\n<p>Alle Selectrixdecoder, egal welcher Generation, haben eine Regelung. Unter dieser Regelung versteht man die Regelung der Drehzahl. Der Sollwert der Motordrehzahl wird mit dem aktuellen Istwert verglichen und entsprechend dem Sollwert der jeweiligen Fahrstufe geregelt. Dazu ben\u00f6tigt man eine R\u00fcckf\u00fchrung des Istwertes der Drehzahl. Da der Motor mit Impulsen versehen wird, entsteht beim Ende eines jeden Impulses der Gegenimpuls, eine magnetisch-motorische Kraft, die dem Richtungssinn der Quellspannung entgegengesetzt gerichtet ist. Vielen ist der Begriff EMK (Motorklemmenspannung) daf\u00fcr gel\u00e4ufig. Zu vergleichen ist das mit dem Abschalten der Spannung einer Relaisspule. Es entsteht eine Induktion, die kurzzeitig den Strom entgegen der normalen Wirkrichtung flie\u00dfen l\u00e4sst. Der Decoder vergleicht damit laufend den tats\u00e4chlichen Drehzahlwert mit dem Sollwert dieser Fahrstufe und regelt Abweichungen, z.B. durch Last\u00e4nderungen (bergauf, bergab, Kurve) aus. Bei neueren Decodern k\u00f6nnen diese Last\u00e4nderungen in der 2. Decoderebene unter Regelung zus\u00e4tzlich mit vier Werten eingestellt werden. Zahl 1 bedeutet &#8222;hart&#8220; und Zahl 4 bedeutet &#8222;weich&#8220;. Wobei &#8222;weich&#8220; sanfte \u00dcberg\u00e4nge bei Drehzahl\u00e4nderung und \u201ehart\u201c eine schnelle Reaktion des Reglers auf \u00c4nderungen bedeutet. Nachteil einer schnellen Regelung ist, dass \u00dcberschwinger und somit Ruckeln auftreten kann. Nachteil einer weichen Regelung ist, dass bei Last\u00e4nderungen die Drehzahlver\u00e4nderung langsamer ausgeglichen wird. Anschaulich dargestellt hei\u00dft das, eine Lok, die mit ein und derselben Fahrstufe ihre Runden dreht, wird immer die gleiche Geschwindigkeit haben, egal ob in der Ebene, bergauf , bergab, mit oder ohne Wagen, vorausgesetzt die Haftreibung kann wirken. \u00c4ndert sich die Fahrstufe, so wird die Lok auch die ge\u00e4nderte Geschwindigkeit exakt \u00fcberall fahren. Diese Regelung findet nat\u00fcrlich nicht nur bei der Fahrt mit gleichm\u00e4\u00dfiger Geschwindigkeit statt, sonder wirkt ebenso beim Anfahren oder Herunterbremsen einer Lok. Wir haben unsere Decoder auf den Wert 3 (verbesserte Regelung) programmiert und haben damit sehr gute Erfahrungen machen k\u00f6nnen. Die weichen \u00dcberg\u00e4nge schonen die Getriebe- und Motorteile.<\/p>\n<h2>Lastregelung<\/h2>\n<p>Unter Modellbahner geistert \u00f6fters der Begriff \u201eLastregelung\u201c im Zusammenhang mit Selectrix. Lastregelung ist nichts anderes als der hier oben im vorherigen Abschnitt genannte Zusammenhang von Anfahr-, Bremsverhalten, Impulsbreite und Regelung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter freundlicher inhaltlicher Mitwirkung von Hr. Gunter Wiencirz und Hr. Peter Engelmann. Vielen Dank! 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