{"id":381,"date":"2017-05-22T09:51:13","date_gmt":"2017-05-22T07:51:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/?page_id=381"},"modified":"2019-05-29T07:58:30","modified_gmt":"2019-05-29T05:58:30","slug":"datensignale","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/index.php\/selectrix\/sx-anwenderwissen\/datensignale\/","title":{"rendered":"Datensignale"},"content":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter freundlicher inhaltlicher Mitwirkung von <a href=\"http:\/\/www.mtkb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hr. Gunter Wiencirz<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.he-digital.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hr. Peter Engelmann<\/a>. Vielen Dank!<\/p>\n<hr \/>\n<h2>SX-Bus<\/h2>\n<h3>SX-Bus I<\/h3>\n<p>Es hat sich bei uns bestens bew\u00e4hrt, den SX-Bus als 5poliges, geschirmtes Kabel auszuf\u00fchren. Sollte trotzdem kein Kabel sondern nur einzelne Adern f\u00fcr den SX-Bus verwendet werden, so ist unbedingt darauf zu achten, dass die Masseleitung Pin 2 mit gro\u00dfem Querschnitt ausgef\u00fchrt wird, z.B. 0,75mm\u00b2, besser 1,0mm\u00b2. Die Querschnitte der Adern von Pin 1\/4\/5 sind unkritisch und k\u00f6nnen mit 0,25mm\u00b2 ausgef\u00fchrt werden. Die Versorgungsleitung vom SX-Bus Pin 3, sollte einen h\u00f6heren Querschnitt besitzen, weil dar\u00fcber meist Module, Encoder und Funktionsdecoder versorgt werden sollen. Dazu reichen im allgemeinem 0,5mm\u00b2. Als nicht sehr gut haben wir die M\u00f6glichkeit bei Bauteilen von M\u00dcT empfunden, bei denen \u00fcber ein Flachbandkabel die Verbindung vom Datenbus hergestellt wird. Der Querschnitt der Adern ist sehr gering, so dass bei der Verbindung von mehreren Bauteilen es zu Funktionsst\u00f6rungen kommen kann. Hier ist auch die Wahrscheinlichkeit von st\u00f6renden Induktionen (EMV) am gr\u00f6\u00dften!<\/p>\n<h3>SX-Bus II<\/h3>\n<p>Lange Busleitungen (z.B. bei Modulanlagen) k\u00f6nnen bei Gewitter wie Antennen wirken und es kann zu Spannungsspitzen auf den Leitungen kommen. Dabei k\u00f6nnen handels\u00fcbliche Funktionsdecoder, die nicht \u00fcber gesch\u00fctzte Buseing\u00e4nge verf\u00fcgen, zerst\u00f6rt werden. Kritisch sind Module, deren Eing\u00e4nge lediglich \u00fcber einen Widerstand mit der T0\/T1-Leitung (Pin 1\/4) verbunden sind. Zus\u00e4tzliche Zehnerdioden (4V7) hinter den Eingangswiderst\u00e4nden sind eine einfache Hilfe und leicht nachzur\u00fcsten. Elektronische Bauteile mit Komparatoreing\u00e4ngen sind unkritischer.<\/p>\n<h2>Anschlusscode f\u00fcr SX-Kabel im Eigenbau mit Diodenstecker<\/h2>\n<p>Prinzipiell kommt bei uns nur ein 5polig geschirmtes Kabel zum Einsatz. Der 5polige DIN- Stecker ist hier von der L\u00f6tseite aus gesehen! Verwendet wurde ein Kabel von RS-Electronik 0,25mm\u00b2 LiYCY Best.-Nr. 445-1676. Die Ader grau und der Schirm wurden zur Querschnittsvergr\u00f6\u00dferung gemeinsam auf Pin 2 des Diodensteckers gel\u00f6tet.<\/p>\n<p>1 &#8211; T0 = Taktsignal (gelb)<br \/>\n4 &#8211; T1 = Daten von Zentrale (gr\u00fcn)<br \/>\n2 &#8211; GND = Erde (Ground) (grau)<br \/>\n5 &#8211; D = Daten zur Zentrale (wei\u00df, Stift 2mm k\u00fcrzen)<br \/>\n3 &#8211; B = Betriebsspannung +20V (braun)<\/p>\n<figure id=\"attachment_384\" class=\"thumbnail wp-caption aligncenter\" style=\"width: 150px\"><a href=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale_sx_5-poliger-diodenstecker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-384\" src=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale_sx_5-poliger-diodenstecker-150x150.jpg\" alt=\"5-polger Dideonstecker f\u00fcr SX-Bus (Ansicht von vorn, m\u00e4nnlein, male\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">5-polger Diodenstecker f\u00fcr SX-Bus (Ansicht von vorn, m\u00e4nnlein, male<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_385\" class=\"thumbnail wp-caption aligncenter\" style=\"width: 150px\"><a href=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale_sx_5-polige-diodenbuchse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-385\" src=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale_sx_5-polige-diodenbuchse-150x150.jpg\" alt=\"5-polige Diodenbuchse, Frontansicht (Ansicht von vorn, weiblein, female)\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">5-polige Diodenbuchse, Frontansicht (Ansicht von vorn, weiblein, female)<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Verdrahtung des Bussystems<\/h2>\n<h3>Verdrahtung des Bussystems I<\/h3>\n<p>Das Bussystem ist f\u00fcr L\u00e4ngen bis ca. 100m ausgelegt. Bei gro\u00dfen L\u00e4ngen ist jedoch auf eine sorgf\u00e4ltige Verdrahtung zu achten. Am einfachsten ist es bei relativ gro\u00dfen Abschnittsl\u00e4ngen ein geschirmtes Kabel zu verwenden. Dieses braucht nur 5-polig zu sein, die Betriebserde wird \u00fcber eine Ader und die Schirmwicklung verdrahtet (man hat dadurch auch gleichzeitig einen relativ gro\u00dfen Querschnitt der Betriebserde) Bei gr\u00f6\u00dferen L\u00e4ngen des Bussystems ist auf folgendes zu achten: Wahl eines gro\u00dfen Querschnittes f\u00fcr die Betriebserde Bei Einzelverdrahtung oder nicht geschirmtem Buskabel darauf achten, dass die Busleitung nicht direkt mit anderen Leitungen (speziell den Zuleitungen zum Gleis) in einem Kabelbaum l\u00e4uft Bei gro\u00dfer Belastung des Buskabels ist eine sternf\u00f6rmige Verdrahtung einer ringf\u00f6rmigen Verdrahtung vorzuziehen<\/p>\n<h3>Verdrahtung des Bussystems II<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Verdrahtung des Selectrix-Bussystems gibt es keine Vorschriften. Bei Selectrix sind alle m\u00f6glichen Verdrahtungsformen erlaubt: Sternf\u00f6rmig, Linear, Ringf\u00f6rmig und in jede beliebiger Kombination untereinander. Wichtig ist dabei nur, dass die zul\u00e4ssige Gesamtl\u00e4nge von ca. 100 m eingehalten wird, und dass die Masseleitung einen entsprechenden gro\u00dfen Querschnitt besitzt. Siehe auch hierzu auf der Homepage von MTTM unter Internals, Punkt 2.2.4. Busverdrahtung!<\/p>\n<h3>Verdrahtung des Bussystems III<\/h3>\n<p>Seit Mitte 2007 sind f\u00fcr den Datenbus so genannte SX-Treiber der Fa. M\u00dcT auf dem Markt. Sollte es sich doch ergeben, dass f\u00fcr eine Modellbahnanlage keine 100m L\u00e4nge ausreichen, so steckt man in Reihe in den Datenbus solch einen SX-Treiber. Es wird dabei das Datensignal wieder zu einem sauberen \u201eRechtecksignal\u201c aufgefrischt und gleichzeitig Strom f\u00fcr die Versorgung von weiteren Baugruppen eingespeist.<\/p>\n<h2>Probleme bei Bus\u00fcberlastung<\/h2>\n<p>SX-Bus mit extra dicker Masseleitung (Pin 2)<br \/>\nBei gro\u00dfen Anlagen kann es zu \u00dcberlastungen am Bus kommen. Die Folge davon ist z.B. unkontrolliertes Schalten von Weichen, &#8222;Flackern&#8220; der alten Handregler (Combi Control) etc. Die \u00dcberlastung hat haupts\u00e4chlich 2 Ursachen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Masseleitung ist zu d\u00fcnn gew\u00e4hlt<\/li>\n<li>die Taktleitung T0 ist kapazitiv \u00fcberlastet<br \/>\nAbhilfe schafft hier in beiden F\u00e4llen ein gr\u00f6\u00dferer Querschnitt der Leitungen. SX-Bus mit extra dicker Masseleitung (Pin 2) SX-Bus mit extra dicker Masseleitung (Pin 2)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier zu sehen ist eine extra gef\u00fchrte Masseleitung (Pin 2 am SX-Bus) mit Querschnitt 2,5mm\u00b2 (siehe Klemmleiste zwischen den Verteilerboxen). Die Aufnahme stammt von der Miniatur-Elbtalbahn in K\u00f6nigstein (vielen Dank an Klaus Richter). Dort kommt es aufgrund der Vielzahl an Modulen am SX-Bus zu einer starken Buslast. Abhilfe schaffte hier eine der Buslast entsprechend dimensionierte Masseleitung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_386\" class=\"thumbnail wp-caption aligncenter\" style=\"width: 150px\"><a href=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale-mesa_kgst-sx-bus_nach_umbau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-386\" src=\"https:\/\/www.mec-arnsdorf.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Datensignale-mesa_kgst-sx-bus_nach_umbau-150x150.jpg\" alt=\"SX-Bus mit extra dicker Masseleitung (Pin 2)\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">SX-Bus mit extra dicker Masseleitung (Pin 2)7<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Parallelverlegung SX-Bus zu anderen Kabeln<\/h2>\n<p>Durchg\u00e4ngig wurde nur 5poliges 0,25mm\u00b2 geschirmtes Kabel f\u00fcr den SX-Bus verwendet. Durch die Topologie der Modellbahn ergibt sich in den meisten F\u00e4llen eine gr\u00f6\u00dfere L\u00e4nge als Breite der Anlage. Zwangsl\u00e4ufig kommt es zu Situationen, bei denen Kabel unmittelbar parallel verlegt werden m\u00fcssen. Zwischen SX-Bus und anderen Kabeln wie Versorgung der Belegtmelder und Zuleitung zum Gleis gab es bei Einsatz von geschirmtem Kabel f\u00fcr den SX-Bus keine Probleme \u00fcber die gesamte L\u00e4nge von ca. 60m! Zus\u00e4tzliche Ger\u00e4te wie der SX-Treiber von M\u00dcT wurden dabei nicht eingesetzt.<\/p>\n<h2>Fahrregler als Walk-Around \/ Pin 5 am Diodenstecker gek\u00fcrzt<\/h2>\n<p>Module und Ger\u00e4te, die am SX-Bus betrieben werden, d\u00fcrfen nicht bei eingeschalteter Zentrale an den SX-Bus gesteckt werden. Alle Z\u00fcge fahren sonst mit &#8222;Vollgas&#8220; r\u00fcckw\u00e4rts los. Da hilft nur, die Zentrale stromlos machen und wieder einschalten.<\/p>\n<p>Die Ursache liegt darin, dass Ger\u00e4te beim Einstecken in eine Steckdose des SX-Bus f\u00fcr ein paar Millisekunden die Datenr\u00fcckleitung (Pin 5) auf 1 legen und damit das vorbeieilende SX-Telegramm mit Einsen \u00fcberschreiben, dass bedeutet f\u00fcr die betroffenen Adressen, Fahrstufe 31, Licht ein, Richtung r\u00fcckw\u00e4rts und Zusatzfunktion ein. Ger\u00e4te, wie Fahrregler-Handys werden gerne als walk-around (im herum gehen) benutzt. Man zieht den Stecker aus der SX-Steckdose, geht mit seinem Zug mit und steckt an anderer Stelle das Handy in eine SX-Steckdose um den Zug wieder zu \u00fcbernehmen. Eine sch\u00f6ne Sache, w\u00e4re da nicht der oben beschriebene Effekt, denn die Fahrregler werden ja im Modellbahnbetrieb bei eingeschalteten SX-Bus gesteckt. Einige Modellbahnfreunde k\u00fcrzen den Pin 5 im Stecker des Handys. Damit wird die Datenr\u00fcckleitung beim Einstecken versp\u00e4tet angeschlossen und es kommt selten zu einer St\u00f6rung. Dies gilt aber nur f\u00fcr den Fall, dass der Stecker gerade und ohne Prellen eingesteckt wird. Was ist bei der Verwendung einer Verl\u00e4ngerungsleitung wenn diese schnell mal gebraucht wird? Nur den Pin 5 zu k\u00fcrzen ist keine technisch saubere L\u00f6sung. Au\u00dferdem zerst\u00f6rt ein nicht entgrateter Pin mit der Zeit den Kontakt 5 der Steckdose. Deshalb habe ich bei meinen Fahrreglern (TRIX 66815 Control-Handy) zus\u00e4tzlich eine andere Methode gew\u00e4hlt. Hierbei wird \u00fcber eine kleine Elektronik mit einem Relais die Datenr\u00fcckleitung um ca. 1s verz\u00f6gert an den Bus geschaltet. Platz war im Ger\u00e4t noch ausreichend vorhanden. Zus\u00e4tzlich wird \u00fcber eine LED die Statusanzeige der R\u00fcckleitung angezeigt. Systemabst\u00fcrze sind seitdem passe! Neuere Fahrregler l\u00f6sen dieses Problem auf elektronischer Basis.<\/p>\n<h2>Pin 5 gek\u00fcrzt und trotzdem Vollgaseffekt<\/h2>\n<p>Durch st\u00e4ndiges benutzen der Handregler (egal welchen Herstellers) im walk-around Betrieb werden die L\u00f6tverbindung am Stecker mechanisch stark beansprucht (hohe Zugkr\u00e4fte beim schr\u00e4gen Herausziehen des Steckers). Durch dieses Problem und durch unsauberes verl\u00f6ten der Litzen am zugeh\u00f6rigen Pin des Steckers brachen mit der Zeit einige Adern der Litze und gaben hin und wieder Kontakt mit dem benachbarten Pin. Deshalb bei auftreten des Vollgaseffektes zus\u00e4tzlich die L\u00f6tverbindung im Stecker des Handreglers pr\u00fcfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter freundlicher inhaltlicher Mitwirkung von Hr. Gunter Wiencirz und Hr. Peter Engelmann. Vielen Dank! SX-Bus SX-Bus I Es hat sich bei uns bestens bew\u00e4hrt, den SX-Bus als 5poliges, geschirmtes Kabel auszuf\u00fchren. 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