Hinweis: Dieser Beitrag entstand unter freundlicher inhaltlicher Mitwirkung von Hr. Gunter Wiencirz und Hr. Peter Engelmann. Vielen Dank!


CC2000

Probleme mit der alten Central Control 2000 (CC 2000) und DHL Decodern

Hin und wieder kommt es zu Lesefehlern, bzw. lassen sich die Decoder mit bestimmten CC 2000 nicht programmieren. Dieser Fehler tritt bei den CC 2000 Modellen auf, welche Druckklemmen (ältere Variante) statt Schraubklemmen für die Anschlusskabel haben. Selbstumbau auf Schraubklemmen oder Fachhändler schaffen Abhilfe.

Zentrale CC 2000

Störungen aus dem 230V-Netz (Nähe zu DB-Gleisen) werden oft unterschätzt. Sie beeinträchtigten die Funktion der Zentrale ganz enorm. Dies kann bis zum völligen Ausfall der Zentrale führen. Wir haben in die Netzzuleitung einen Netzfilter geschaltet. Seitdem ist Ruhe mit Abstürzen.

Zentrale CC 2000 abgefackelt

Abraten kann ich von einer Manipulation zur Leistungssteigerung bei der CC2000! Wie es so ist, möchte man ohne großen Aufwand doch mehr Züge auf seiner Anlage fahren. Also nachgeschaut was drin ist, Bauteile anhand der Datenblätter lokalisiert und noch etwas geändert (bleibt mein Geheimnis) und dann einen 6A Trafo zur Einspeisung am Eingang angeschlossen damit mehr Power zur Verfügung steht. Einige Zeit ging es gut, bis dann plötzlich Rauch aus dem Inneren aufstieg. Ergebnis: Der Brückengleichrichter im Eingang hat den Versuch nicht überstanden und das Leiterkartenmaterial selbst darunter war fast gänzlich weg gebrannt. Nun war guter Rat teuer, denn die Bahn sollte schnell wieder fahren! Da äußerlich scheinbar keine anderen Bauteile beschädigt waren, habe ich den abgebrannten Brückengleichrichter ausgelötet. Die beschädigten Kupferleiterbahnen wurden von der Eingangsklemme einmal mit 0,75mm² weiter geführt. Auf die andere Kupferbahn habe ich dann einen Sicherungshalter 5 x 20 aufgelötet und eine Sicherung 4A träge eingesetzt. Vor das Gerät habe ich einen neuen Brückengleichrichter B 40/35 –10 (Conrad 501107-) mit Flachsteckeranschluss gesetzt. Alles Polrichtig verbunden und isoliert und eingeschalten. Einfach Glück gehabt. Es sieht unschön aus funktioniert aber bis zum heutigem Tag ohne Einschränkungen.

Trix CC2000 Kurzschluss
Trix CC2000 Kurzschluss

 

Trix CC2000 mit Brückengleichrichter
Trix CC2000 mit Brückengleichrichter

 

MC2004

MC2004 und Strombelastbarkeit

Die MC 2004 liefert 3,5A an den SX-Bus. Damit ist die Versorgung von etwa 40 Modulen (Belegtmelder, Funktionsmodule etc.) zuzüglich einiger Handregler gewährleistet! Fahrstromabgabe ans Gleis max. 2,8A.

  • in N heißt das etwa 5 – 7 normale Zuggarnituren in Betrieb
  • in TT etwa 4 – 6 normale Zuggarnituren
  • in H0 sind das etwa 3 – 4 normale Zuggarnituren

Wird mehr Fahrstrom benötigt, sind Booster einzusetzen

MC2004 – LED grün und rot leuchten

Werden Gleisabschnitte über die Zentraleinheit und über Booster versorgt, und es leuchten an der MC2004 die rote und die grüne LED, so ist im Fahrstromkreis der MC2004 ein Kurzschluss vorhanden.

Kurzschlüsse

Kurzschlüsse 1

Ein gravierendes Problem sind Kurzschlüsse, die von Lokrädern z.B. an Weichenzungen verursacht werden. Dabei wird zwar die Gleisspannung von der Zentrale abgeschaltet aber verspätet. Die Funkenbildung an der Kurzschlussstelle ist sehr kräftig und es kann zu eingefressenen Stellen am Gleis kommen. Leider darf die Zentrale oder der Booster diesen Überstrom nicht zu schnell abschalten, da es im Fahrbetrieb mit mehreren Loks zu Impulsüberlagerungen kommen kann, die sonst als Kurzschluss gedeutet würden. So hatten wir Booster im Einsatz, die den Kurzschluss zwar erkannten, aber solch ein Ein-Ausschaltverhältnis besaßen, dass uns wiederholt Vorlaufachsen von Dampfloks beschädigt wurden. Dies geschah besonders dann, wenn eine Lok an einer Weiche einen Kurzschluss verursachte und dies erst nach einigen Minuten erkannt wurde, meistens zu spät. Heute gibt es Booster, die ein günstiges Ein- und Ausschaltverhalten besitzen. Diese geben, je länger der Kurzschluss anliegt, immer weniger Energie an das Gleis ab. Es gibt aber Grenzbereiche zur Kurzschlusserkennung durch einen Booster. Wenn z.B. eine Lok mit einer Achse im Weichenbereich einen „Kurzschluss“ verursacht und der Strom durch verschmutzte Räder oder schlechte Messingkontakte in der Lok auf Werte begrenzt wird, die für den Booster noch keinen Kurzschluss darstellen, kann in der Lok durch Verlustwärme Schaden angerichtet werden. Um die Räder und Messingkontakte einer Lok zu schonen sollte man eine Lok nicht auf das Gleis setzen, wenn es unter Spannung steht. Beim Aufsetzen hört man dann ein leichtes knacken im Motor, dem Einschaltstrom von Decoder und Motor. Die Gleisspannung bitte vorher abschalten.

Kurzschlüsse 2

Ältere Fleischmann N-Loks haben durch ihre überdimensionierten Spurkränze von Zeit zu Zeit einen Kurzschluss im Weichenherz erzeugt. Seitdem wir die Spurkränze etwas abgedreht haben, ist auch von dieser Seite Ruhe.

 

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